Drama im Libanon: Fünfzehn Menschen erfrieren in Schneesturm

105

In den libanesischen Bergen sind mindestens 15 syrische Flüchtlinge in einem Schneesturm erfroren. Nach der Entdeckung der ersten zehn Toten, bei denen es sich um sechs Frauen, zwei Männer und zwei Kinder handelte, suchten Zivilschutz und Armee nach weiteren Opfern. Sie fanden bisher fünf weitere erfrorene Personen. Syrische Schleuser hatten die Personen an die Grenze gebracht.

Am Freitag teilte die libanesische Armee mit, Soldaten hätten während einer Patrouille die Leichen von neun Flüchtlingen gefunden. Das zehnte Opfer sei im Krankenhaus gestorben. Die Soldaten und der libanesische Zivilschutz suchten daraufhin nach weiteren Menschen, die im Schnee feststeckten. Dabei wurden laut dem lokalen Sender „LBCI“ weitere fünf Tote gefunden.

Nach Angaben der Armee waren die Flüchtlinge von Schleusern über die syrisch-libanesische Grenze gebracht worden. Fünf Flüchtlinge hätten überlebt. Zwei syrische Schleuser seien festgenommen worden. „LBCI“ zitierte einen lokalen Bürgermeister, der an die Regierung appellierte, eine Lösung für das Schleuserproblem zu finden, da die Situation „unerträglich“ geworden sei.

Im Libanon leben fast eine Million Flüchtlinge aus dem Nachbarland Syrien, wo seit fast sieben Jahren ein Bürgerkrieg tobt.