Keine Interessanten für Pilotprojekt

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Mit einem Ausbildungsprogramm für Syrer will die Bundeswehr einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. In Ingolstadt lernen sie in den Bereichen Handwerk, Sanitätsdienst, Technik und Bau.

Wie schneidet man Rohre passend zu, wie baut man Wände und tragende Balken aus Holz? All das können Flüchtlinge wie hier in Ingolstadt bei der Bundeswehr lernen. An sechs Orten in Bayern, Niedersachsen und Berlin vermitteln Soldaten ihnen nun Grundkenntnisse in den Bereichen Handwerk, Sanitätsdienst, Technik und Bau.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich das Pilotprojekt angeschaut. Mit dabei war auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Die Bundeswehr sei einer der größten Ausbilder Deutschlands, betont von der Leyen: „Was sehr gut ist: Die Bundeswehr hat große Erfahrung, Menschen aus anderen Kulturkreisen, nämlich aus unseren Einsatzgebieten, hier in Deutschland auch ausbilden. Also das ist eine Tätigkeit, die die Bundeswehr seit langem kennt.“

Die Syrer sollen in den Kursen Fähigkeiten erwerben, die ihnen nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Heimat nützen, wenn sie zurückkehren. Die Kurse laufen jeweils vier Wochen. Wer will, kann mehrere Kurse besuchen. Eigentlich war das Projekt für bis zu 120 Flüchtlinge ausgelegt. Teilgenommen haben jetzt 45. Mehr geeignete Interessenten fanden sich jetzt noch nicht