Amstutz pfeift Glarner zurück

BLICK: Andreas Glarner zeigt sich offen, zügig 600 Syrer aus dem Lager Karamanlis als Kontingentsflüchtlinge aufzunehmen. Ist das eine gute Idee für einen neuen Weg in der SVP-Asylpolitik?

Adrian Amstutz: Nein. Da die Aussengrenze des Schengen-Raums nicht wie von der EU versprochen gesichert wird, muss die Schweiz erstens konsequent Brennpunkte der illegalen Zuwanderung wie zum Beispiel in Chias-so mit wirksamen Grenzkontrollen sichern und alle einreisewilligen Personen ohne gültigen Reisepass und Visa in das hierfür zuständige Dublin-Land zurückweisen. Zweitens ist die grosse Zahl von nicht gefährdeten Asylrechtsmissbrauchern, die bei uns einfach ein besseres Leben suchen, sofort des Landes zu verweisen. Und drittens sind die grosszügig sogenannt vorläufig Aufgenommenen, sobald die Möglichkeit besteht, in ihr Land zurückzuschicken. Erst wenn diese Hausaufgaben erledigt sind, ist, wie die SVP seit Jahren ausführt, die Vo-raussetzung zur Aufnahme einer begrenzten Zahl von besonders verletzlichen Kontingentsflüchtlingen geschaffen.

Begrüssen Sie es, wenn Dossierverantwortliche sich vor Ort -einen eigenen Eindruck bilden?
Ja, ich war im Dezember 2014 selber in Flüchtlingscamps nahe der syrischen Grenze im Libanon. Gerade diese Erfahrung zeigte mir, dass die lasche Haltung von Bundesrätin Sommaruga gegenüber dem aktuellen Zustrom von Wirtschafts- und Sozialmigranten aus Afrika völlig falsch und eine gigantische Geldverschwendung ist. Es kommen ja nicht die immer in den Medien gross präsentierten syrischen Flüchtlinge in die Schweiz, sondern vorab junge gesunde Männer aus ganz Afrika.

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