K1-Schweizermeister plante Anschlag in Rom

Er trainierte in einem Tessiner-Club und war Schweizermeister im Kampfsport K1: Die italienische Polizei hat heute Moutaharrik A. wegen Terrorverdachts festgenommen.

Die italienische Polizei nahm in der Lombardei und im Piemont insgesamt sechs Personen fest. Die Dschihadisten sollen einen Terror-Anschlag in Rom geplant haben, vermuten die Behörden.
Die mutmassliche Terrorzelle soll die italienische Hauptstadt als «Hauptort der Christen» für ihren Anschlag ausgewählt haben, sagte der Mailänder Staatsanwalt Maurizio Romanelli.
Der aus Marokko stammende Moutaharrik A. (24) soll vom IS den Auftrag erhalten haben, den Anschlag auszuführen. Allerdings habe der Anschlag nicht unmittelbar bevorgestanden. Erst einmal soll A. geplant haben, sich mit seiner ebenfalls verhafteten Frau und den zwei kleinen Kindern nach Syrien abzusetzen.
Der bärtige Mann aus Nordafrika feierte als Kampfsportler in der Schweiz Erfolge. Zwei Mal gewann er die nationale K1-Meisterschaft. Er besitzt wie drei der anderen verhafteten Personen die italienische Staatsbürgerschaft. Zwei weitere Festgenommene haben die syrische Nationalität.

Der K1-Kämpfer habe drei Jahre lang in Lugano trainiert, sagte ein Mitarbeiter des dort ansässigen Fight Gym Club. Er bestätigte zugleich entsprechende Meldungen verschiedener Tessiner Newsportale . 2013 und 2014 habe er in seiner Kategorie die Schweizer K1-Meisterschaft gewonnen. Ende 2015 sei der Kontakt zu dem Kampfsportler dann vollständig abgebrochen.
Die Staatsanwaltschaft in Mailand sprach von einer «neuen Qualität» des Dschihadismus in Italien. Es handle sich nicht mehr um allgemein gehaltene Drohgebärden, sondern eine gezielte Nachricht, mit der die verhafteten Personen zum Anschlag in Rom aufgerufen wurden.

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